Flugziele/Isle of Man
Isle of Man

Die Isle of Man ist eine mittelgroße Insel mitten in der irischen See, auf halbem Weg von England nach Irland. Innerhalb Europas hat sie einen Sonderstatus; sie ist zwar als autonomer Kronbesitz direkt der Britischen Krone unterstellt, ist aber nicht Teil des Vereinigten Königreichs und daher auch nicht Teil der EU. Dafür aber Teil einer Zollunion mit UK. Es sei an dieser Stelle nur kurz auf die besonderen GAR-Fristen verwiesen, die bei Flügen von und zu der Isle of Man gelten (mehr dazu im Abschnitt "Zoll/Einreise").

Bekannt ist die Isle of Man vor allem für das jährliche und mitunter sehr unfallträchtige Motorradrennen "Tourist Trophy" (abgekürzt: "TT"). Aber auch sonst hat diese grüne Insel natürlich ihre Reize. In der Tat: wer mit Motorradsport nichts am Hut hat, sollte einen Abstecher auf die Isle of Man während der Trophy absolut meiden. Es gibt aber über die TT hinaus speziell im Spätsommer noch ein paar weitere Rennveranstaltungen auf der Insel.

Auch auf der Isle of Man gab es früher insgesamt vier für die kleine GA anfliegbare Plätze. Leider sind die drei kleineren Plätze alle nach und nach geschlossen oder zumindest für Gäste unzugänglich gemacht worden. Geblieben ist damit im Prinzip nur der Flughafen Ronaldsway im Süden der Insel.

Die "Hauptstadt" der Insel ist Douglas, welche sich ca. 10 Kilometer nordöstlich des Flughafens befindet. Sie gilt allerdings gemeinhin nicht als besonders attraktiv. Es gibt zwar einige v.a. viktorinaische Bauten, vor allem Hotels, die von Zeiten zeugen, als man hier wirklich noch Urlaub machte, aber viele von Ihnen sind geschlossen. Als ganz nett gilt hingegen das Örtchen Castletown, welches außerdem auch sehr viel näher zum Flughafen liegt.

Allerdings sei gesagt, dass die Isle of Man so ziemlich das schlechteste Wetter der gesamten Britischen Inseln hat. Insbesondere im Winter kann es manchmal wochenlang grau sein, aber auch im Sommer hat man sehr oft mit tiefen Wolken zu kämpfen.

Isle of Man / Ronaldsway (EGNS)

Der Flughafen hat durchaus eine gewisse Größe und dadurch dass er der einzige der Insel ist, eine Mischung aus Linienverkehr, Fracht, Geschäftsluftfahrt und privater GA. Die "große" Luftfahrt spielt sich auf dem nördlichen Vorfeld ab. Kleine Motorflugzeuge sind teilweise ganz im Südosten des Airports zu Hause.

Handling ist auch für kleine GA-Maschinen Pflicht und man hat sich im Vorwege bei einem Handling-Agent anzumelden Das ist aber alles nicht wild: dieser ist für die "kleine GA" seit 2017 die örtliche Flugschule "Isle of Man Flight Training" (hier), bei denen man auch PPR einholt. Die Gebühren sind völlig akzeptabel; Handling kostet bis 2 Tonnen 25 Pfund und die Landegebühr beträgt noch einmal 15 Pfund. Parken ist sehr günstig. Zu den Tagesrandzeiten muss man sich stattdessen an die Handling-Firma "Rendezvous Handling" werden, deren Service etwas teurer ist.

Es gibt seit 2016 auf der Südseite des Airports ein Restaurant, die recht nette "Cafe-Bar Two Six". Bei Bedarf wird man vom Handling-Personal auch kostenlos zur Nordseite gefahren. Dort gibt es Mietwagen.

Alle Informationen zu den örtlichen Dienstleistern und Handling Agents gibt es hier.

Avgas gibt es von Shell, allerdings recht teuer. Ansonsten hat der Platz natürlich als internationaler Hauptstadtflughafen jede nur erdenkliche Infrastruktur.

Kurz zum Thema Zoll: Der Airport der Isle of Man (Ronaldsway, EGNS) ist ein Speziallfall, da er zwar Zoll und Immigration hat, allerdings keine Polizei. Daher muss man bei solchen Flügen, die polizeilich relevant sind (also solche von und nach Irland, Nordirland, Großbritannien und den Kanalinseln) auch für dieses Ende des Fluges die entsprechenden 12-Stunden-Frist berücksichtigen (siehe auch Abschnitt "Zoll/Einreise"),

Flugplatz "Andreas"

Nur der Vollständigkeit halber sei gesagt, dass es im Norden der Isle of Man, nahe der Stadt Ramsey noch einen weiteren, kleinen Flugplatz mit dem Namen "Andreas" gibt (siehe Pooley's oder AFE), auf dem vorwiegend Segelflug stattfindet. Zwar kann man dort grundsätzlich PPR bekommen. Es sei aber gesagt, dass die Oberfläche der beiden noch in Betrieb befindlichen ehemaligen Zweiter-Weltkriegspisten sehr schlecht ist. Auf eigene Gefahr!


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